Bürgermeister sitzt Umbau der Pingsdorfer Straße seit Anfang 2006 einfach aus [Aug 2009]

Im März 2007 schrieb ich aufgrund des tödlichen Unfalls auf der Pingsdorfer Straße den folgenden Beitrag:

 

Pingsdorfer Straße braucht Tempo 30 und breite Schutzstreifen

 

„Die Pingsdorfer Straße muss so werden wie die Bonnstraße, mit Tempo 30, breiten rotmarkierten Fahrradschutzstreifen und gut sichtbaren und hellen Zebrastreifen.“ So die Forderung der GRÜNEN Ratsfraktion, die sich hier einig weiß mit dem Kinderschutzbund und den Anliegern der Straße.

Besondere Akturalität hat die Forderung aufgrund des tödlichen Unfalls eines Kindes auf der Pingsdorfer Straße. Bei diesem Unfall kamen viele Faktoren zusammen. Dabei gab es auch Faktoren, die nichts mit subjektiven Fehlverhalten, sondern mit objektiven Mängeln in der Straßengestaltung zu tun haben.

Die Pingsdorfer Straße ist zu gerade, zu breit, bietet in Höhe der Stadtbahn keine sichere Überführung für Fußgänger, hat keine klaren Führungen der kreuzenden Radwege, hat viel zu schmale Schutzstreifen, ist zu dunkel, weil die Bäume die Straßenlaternen verschatten und weil Laternen fehlen, und schließlich: die Straße ist zu schnell.

„Dabei haben wir in unmittelbarer Nähe mit der Bonnstraße eine Straße, die vor Jahren verkehrssicher ausgebaut wurde und somit als Beispiel dienen kann,“ so Verkehrsausschussmitglied Johannes Bortlisz-Dickhoff.

Die Bonnstraße ist wie die Pingsdorfer Straße eine Erschließungsstraße für die Innenstadt und wird dieser Funktion gerade auch mit Tempo 30 problemlos gerecht. Hier gibt es ein Miteinander von Autoverkehr und Radfahrenden gerade deswegen, weil die Radelnden von den Auto-Fahrerienden gesehen werden. Selbst im morgendlichen Schüleranlieferbetrieb vor der Martin-Luther-Schule erweist sich der Zebrastreifen mit der Einengung auf einen Fahrstreifen als angemessen.

„Die 99er Kommunalwahl hat rot-grün unter anderem auch wegen des Gezeters verloren, das CDU/BVB/FDP wegen der Umgestaltung der Bonnstraße gemacht haben. Ich bin mal gespannt, wie weit sich diese Autofahrerlobbyisten bewegen. Es ist doch gerade auch für Autofahrerinnen und Autofahrer wichtig, sichere Straßen zu haben und Unfälle zu vermeiden.“ So noch einmal der GRÜNE Verkehrsexperte.

 

Soweit der Text aus März 2007. Das Schlimme daran ist: es hat sich definitiv nichts getan. Verschiedene Anläufe das Thema im Verkehrsausschuss nach vorne zu bringen, sind im Sande verlaufen. Da finden dann Sitzungen nicht statt, oder es ist erst einmal der Unfallbericht abzuwarten, oder ...

 

Es hilft aber nichts. Der Bahnübergang Pingsdorfer Straße ist dringend überplanungsbedürftig.