Zuckermarktordnung für Landwirte wichtig

Bortlisz-Dickhoff weist Kritik von Landrat und Landwirten an Künast zurück

Der GRÜNE Bundestagskandidat Johannes Bortlisz-Dickhoff erklärt am 19. Juli 2005 gegenüber der Presse:

„Es ist den Landwirten schon seit Jahren bekannt, dass die Welthandelsorganisation verlangt, die protektionistische europäische Zuckermarktordnung zu ändern. Der europäische Zuckermarkt kann nicht dauerhaft gegen den Weltmarkt abgeschottet werden. Dies kann man bedauern und bekämpfen, aber verändern kann man es nicht.“

Bereits am 12. Januar hatten sich die GRÜNEN im Rhein-Erft-Kreis mit der Zukunft der Landwirtschaft befasst. In einer Diskussionsveranstaltung der Reihe GRÜNES FORUM konnte sich unter anderem auch Herr Decker zu Fragen im Zusammenhang der Neuausrichtung der Zuckermarktordnung und zu möglichen Alternativen für die Landwirte äußern.

Die GRÜNEN weisen schon seit Jahren auf die Möglichkeiten der Produktion von nachwachsenden Rohstoffen und von Bio-Treibstoffen hin. Dies ist neben der Produktion für den regionalen Markt in Verbindung mit der Direktvermarktung und dem Umstieg auf die Produktion von Bio-Qualität eine der Möglichkeiten der heimischen Landwirtschaft. Auch das landwirtschaftliche Engagement im Vertragsnaturschutz verschafft den Landwirten Einkommensalternativen. Zucker – hier als nachwachsender Rohstoff - kann dann ein Thema sein, wenn dauerhaft verlässliche Rahmenbedingungen existieren. Dazu gehört, dass die Autoproduzenten sich nicht länger gegen den Zusatz von Bioethanol im Kraftstoff wehren und dass sich die Landwirte auf Absatzquoten verlassen können.

Bortlisz-Dickhoff: „Es kann nicht um die sinnlose Bekämpfung der Auflagen der Welthandelsorganisation gehen, sondern nur um vernünftige Übergangsfristen und die Sicherung der regionalen Versorgung. Noch im Januar äußerte sich Herr Decker auf der GRÜNEN Veranstaltung so, dass er die Position der damaligen rot-grünen Landesregierung für hilfreich hielt, die sich für eine lange Übergangsfrist für die heimischen Zuckerproduzenten einsetzte .

Auch Verbraucher- und Agrarministerin Künast setzt sich für Übergangsfristen und Regelungen ein, die der heimischen Landwirtschaft reale Entwicklungsperspektiven verschafft.

Ich halte es daher für nicht sachgerecht, wieder einmal den Überbringer der schlechten Nachricht zum Verursacher der schlechten Nachricht zu machen. Herr Decker und auch Landrat Stump wissen es eigentlich besser.“