Ordnungsamt im Phantasialand?

Wie der Tagespresse zu entnehmen war, plant der Bürgermeister dem Phantasialand am sogenannten Brühl-Tag Mitarbeiter des Ordnungsamtes zu überlassen, die die Identität der Einlass begehrenden überprüfen, sofern sie sich nicht mit Meldepapieren ausweisen. Der grüne Bürgermeisterkandidat stellt in einer Anfrage an den Bürgermeister die Rechtmäßigkeit dieser Aktion in Frage. Er sieht rechtliche Schwierigkeiten darin, die Mitarbeiter Dritten zu überlassen, bzw. diese zu veranlassen für Private tätig zu werden. Darüber hinaus gibt es seiner Auffassung nach auch datenschutzrechtliche Probleme, denn die Mitarbeiter müssen auf dem Laptop eine vollständige Brühler Meldeamtsdatei mit sich führen.

Die Anfrage hat den Wortlaut:

Sehr geehrter Bürgermeister, der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet heute darüber, dass am sogenannten Brühl-Tag Mitarbeiter des Ordnungsamtes in den Eingängen des Phantasialandes die Identität der Brühlerinnen und Brühler in den Fällen überprüfen wollen, in denen keine Meldepapiere vorgelegt werden.

Auch wenn nachzuvollziehen ist, dass Sie im Rahmen der Wirtschaftsförderung auch das Phantasialand nicht vergessen wollen, ist nicht nachzuvollziehen, auf welcher Grundlage Sie Mitarbeiter des Ordnungsamtes für Betriebsinterne Belange des Phantasialandes abstellen. Zahlt das Phantasialand dafür, dass mindestens 4 Mitarbeiter während des Brühltages die Daten der Einlassbegehrenden mit den Meldedaten abgleichen?

Ebenso fraglich erscheint es mir, dass hier Meldeamtsdaten für die Belange einer Dienstleistung für einen Privatbetrieb verfügbar gemacht werden. Ist das Vorgehen so wirklich datenschutzrechtlich möglich.

Ich sehe ihrer rechtzeitigen Antwort mit Interesse entgegen.

Beste Grüße