Stadtjugendring: Fragebogen

an die Parteien für die Broschüre des Stadtjugendrings zur Kommunalwahl 2004.

Nennen Sie die drei wichtigsten allgemeinen Ziele Ihrer Politik (Stichworte)

1. Die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern (Lokale Agenda)

2. Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Chancengleichheit

3. Nachhaltigkeit, Ökologie, Umweltschutz

Nennen Sie ein Ziel, für das Sie sich einsetzen werden, das besonders den Bedürfnissen der Jugendlichen in der Stadt entspricht und erklären Sie, wie dieses Ziel zu erreichen ist.

Sehr wichtig ist für uns die konkrete Zusammenarbeit mit Jugendlichen, um die Wünsche und Bedürfnisse der jungen Generation kennen zu lernen, zu diskutieren und umzusetzen. Es wäre vermessen, wenn nur Leute über 30 entscheiden würden, was für Jugendliche gut ist.

Ganz konkret werden wir in unserer Partei ab der nächsten Ratsperiode "Ausschusspartnerschaften" gründen, d.h. interessierte Jugendliche bereiten Ausschüsse mit vor, beraten in der Fraktion über betreffende Themen und besuchen den jeweiligen Ausschuss mit. Darüber hinaus planen wir Gesprächsrunden mit Jugendlichen, um z.B. eine Optimierung des ÖPNV-Angebotes zu erreichen.

Wie viel Prozent der Kandidaten für den Stadtrat Ihrer Partei sind unter 40 Jahren? (zusätzlich können Sie auch die Zahlen angeben)

Bei den ersten sechs Kandidaten unserer Reserveliste sind 33,33 % unter 40 Jahren. Bei den ersten sieben sind es 42,86 %. Mehr Sitze im Rat werden es wohl nicht...

Halten Sie es für denkbar, dass an den Zuschüssen für die Jugendarbeit in der nächsten Legislaturperiode etwas geändert werden muss? Wenn ja was oder sind Sie für Kürzungen oder Aufstockungen?

Kürzungen im Jugendbereich lehnen wir ab. Eine Aufstockung hängt ganz von dem Projekt ab. In Zeiten knapper Kassen ist es unglaubwürdig zu sagen, wir sind für Aufstockung der Mittel für die Jugendarbeit. Allerdings werden wir uns für wichtige und notwendige Ausgaben über das bisherige Maß hinweg, einsetzen.

Wie wollen Sie ehrenamtliche Arbeit unterstützen und fördern?

Ehrenamtliches Engagement ist ein absolut wichtiger Faktor. Wir denken, dass nette Worte nicht ausreichen. Absolute Priorität hat für uns daher der Kontakt zu den Gruppen und Initiativen. Wir nehmen Wünsche und Anregungen ernst, und versuchen gemeinsam mit den "Ehrenamtlern" Wege und Lösungen zu finden.

Nennen Sie Ideen, wie die verbandliche Jugendarbeit in Brühl weiter oder besser gefördert werden sollte?

Wir möchten auf jeden Fall die "Juleica" beibehalten und ggf. ausbauen. Wir begrüßen die eigenständige Verwaltung der Mittel durch den SJR und werden uns dafür einsetzen, dass die Mittel auch mindestens in bisheriger Höhe weiter zur Verfügung stehen. In Zukunft möchten wir Kooperationen, wie z.B. jetzt mit der Ganztagsgrundschule angedacht, stärken. Schön wäre es natürlich, wenn Vertreter der Verbände auch in anderen politischen Gremien als im Jugendhilfeausschuss ihre Ideen und Probleme einbringen könnten. Allerdings wissen wir auch, wie es um die personellen und zeitlichen Möglichkeiten der ehrenamtlich Tätigen bestellt ist.

Wie können Kinder und Jugendliche besser an der Entscheidungsfindung in sie betreffenden Fragen beteiligt werden?

Darauf sind wir bei unseren Zielen schon eingegangen. Darüber hinaus möchten wir in der nächsten Ratsperiode dem Jugendgemeinderat einen Sitz als sachkundige Bürgerin/sachkundiger Bürger in allen Ausschüssen ermöglichen.

Welchen Handlungsbedarf sehen sie an den Schulen der Stadt?

Die begonnene Ausstattung der Schulen mit PCs und Online-Anbindung muss weiter ausgebaut werden. Die Sporthalle für das MEG muss gebaut werden. Weitere Betreuungsmöglichkeiten (auch an weiterführenden Schulen) müssen geschaffen werden.

Sind Sie für die Einrichtung einer Offenen Ganztagsschule? Nennen Sie drei Argumente für oder gegen die Offene Ganztagsschule (kann auch gemischt sein).

1. Die Offene Ganztagsgrundschule bietet mehr Eltern eine verlässliche Betreuung ihrer Kinder.

2. Durch das pädagogische Angebot am Nachmittag erhalten auch Kinder aus benachteiligten Familien verbesserte Chancen.

3. Eine gute Alternative, trotz leerer Kassen, Betreuungsmöglichkeiten aufrecht zu erhalten.

Beschreiben Sie in einem Satz die Zukunft des Brühler Jugendzentrums:

Das JuZe muss mindestens auf dem derzeitigen Stand gehalten werden, gegen eine Verlagerung an einen besseren Ort mit besserer Ausstattung werden wir uns allerdings nicht sträuben.

Nennen Sie drei Argumente, wieso Jugendliche bei Ihnen Ihr Kreuz machen sollten.

1. Wir beteiligen Jugendliche aktiv an unserer Arbeit und versuchen gemeinsam mit Jugendlichen Wege und Lösungen zu finden.

2. Wir nehmen Jugendliche ernst!

3. Wir sind die Partei, die sich schon heute um die Umweltbedingungen des Jahres 2050 kümmert. 2050 ist ein Jahr, das die meisten der heute 10 bis 20-jährigen selbst erleben werden. Wir wollen, dass sie dann in einer intakten und lebenswerten Umwelt leben. Für die anderen Parteien hat Umwelt- und Klimapolitik nicht diesen hohen Stellenwert.

Nennen Sie eine Kontaktadresse, bei der Jugendliche weitere Fragen zu Ihrer Politik stellen können:

renate.schönhütte@bruehlgruen.de

johannes@bortlisz.de

Schicken Sie uns bitte ein Foto und ein Jugendfoto Ihres Bürgermeisterkandidaten und geben Sie bitte einige Daten aus dessen Lebenslauf an. (Bitte geben Sie an, falls der Kandidat in einem Jugendverband aktiv war.)

Der grüne Kandidat für das Amt des Bürgermeisters ist Johannes Bortlisz-Dickhoff. Er wurde 1957 in Gelsenkirchen geboren, hat sechst jüngere Geschwister, ist verheiratet und hat eine jetzt 11-jährige Tochter.

Während der Schulzeit engagierte er sich musikalisch an der Hattinger Musikschule und in einer Band, die moderne Kirchenmusik spielt. Er war Mitglied der Katholischen Studierenden Jugend, Messdiener und hat Anwerbeversuche der rechtsradikalen katholischen Sekte "opus die" erfolgreich zurückgewiesen. In seiner Abiturarbeit im Leistungskurs Geschichte vertrat er die These, dass Deutschland nach dem Krieg hätte neutral bleiben sollen. Er studierte in Tübingen und Bielefeld hauptsächlich Pädagogik und machte unter anderem als AStA-Vorsitzender Hochschulpolitik. In seinem Zivildienst beim Paritätischen Wohlfahrtsverband versorgte er ältere Menschen mit Essen auf Rädern und half bei der Organisation des Bielefelder Gesundheitsladens.

1981 trat er den Grünen bei, weil er hier die Möglichkeit sah, in einer Organisation an allen relevanten Problemen arbeiten zu können.

Seit 1987 arbeitet er als Geschäftsführer der Grünen im Erftkreis – also jetzt bei Bündnis 90 / Die Grünen im Rhein-Erft-Kreis.

Seit 1994 ist er Mitglied des Brühler Stadtrates, dabei von 94 bis 99 auch stellvertretender Bürgermeister.

Neben die Gitarre trat nach mehr oder weniger erfolgreichem Training des Umgangs mit seinen Nahrungsmittelallergien und Heuschnupfen als Hobby das Radfahren.