Römerstraße - eine Perlenkette wert

Die Römerstraße ist als Landesstraße - nach Einrichtung der Fußgängerzone - die wichtigste Nord-Süd-Achse von Brühl und gleichzeitig Wohnstraße. Die andere Nord-Süd-Achse ist die K 7, größtenteils keine Wohnstraße und daher grundsätzlich als Umgehungsstraße geeignet. Ebenfalls in Nord-Süd-Richtung befindet sich die Autobahn 553, die aber für den örtlichen Verkehr fast keine Bedeutung hat.

Wer die Römerstraße entlasten will, muss dafür sorgen, dass vermehrt anstelle der Römerstraße die K 7 benutzt wird. Dafür muss die K 7 ertüchtigt werden und der Verkehr auf der Römerstraße verlangsamt werden.

Auf der K 7 wurden einige Maßnahmen bereits durchgeführt, wie der Vochemer Tunnel und die Kreisverkehre am Eisenwerk, an der ehemaligen Zuckerfabrik und an der Bonnstraße. Andere Maßnahmen, der Kreisverkehr mit der alten Bonnstraße, die Verbesserung des Linksabbiegens am Extramarkt und die Ertüchtigung des Kreuzungsbereiches mit der L 184 Rheinstraße stehen noch aus und sind zum Teil auch strittig.

Eigentlich war klar, wie parallel hierzu die Situation auf der Römerstraße verbessert werden soll. Das Lärmminderungskonzept sah zwingend vor, auf der Römerstraße eine Kette von Kreisverkehren einzurichten, von denen allein der am Berliner Ring steht. Es stehen noch aus der mit der Otto-Wels-Straße K 7, mit der Euskirchener Straße, mit der Liblarer Straße, mit dem Rodderweg und mit der L 184 hier als Konrad-Adenauer-Straße und als Theodor-Heuss-Straße. Das Konzept war verbindlich durch den Rat beschlossen.

Aufgemacht wurde das Fass erneut, als Bürgermeister Kreuzberg zusammen mit CDU und FDP auf die absurde Idee verfielen, ein völlig überzogen großes Einkaufszentrum der billigen Art in die Innenstadt zu pflanzen. Das Verkehrs-Gefälligkeitsgutachten zur Giesler-Galerie machte der Vorstellung einer Kette von Kreisverkehren auf der Römerstraße den Garaus. So viel Verkehr, wie ihn zusätzlich die Giesler-Galerie produziert, wird die Kreisverkehre überlasten, so die Gutachter. Insbesondere die große Kreuzung Theodor-Heuss-Straße - Römerstraße müsse zwingend so bleiben wie sie ist.

Die Grünen und ihr Bürgermeisterkandidat meinen hierzu: Wer den Brühler Verkehrskollaps verhindern will, muss die Giesler-Galerie verhindern.