Jugendgemeinderat: Fragebogen zur Kommunalwahl 2004

Mit dem Jugendgemeinderat führte ich auf ihre Einladung am 03. August 2004 ein längeres und sehr interessantes Gespräch. Für eine Veröffentlichung baten Sie um die Beantwortung von Fragen, die ich mir erlaube an dieser Stelle vorab zu veröffentlichen.

Warum sind Sie Mitglied Ihrer Partei?

Ich bin 1981 bei den Grünen Mitglied geworden, um mich in einer Organisation gleichzeitig um die Belange der Dritten Welt, der Friedensbewegung und der Umweltbewegung kümmern zu können. Ich finde mich in meinen politischen Zielen bei den Grünen richtig aufgehoben.

Ihre Funktion / Amt?

Ich bin seit 1987 beruflich für die Grünen im Kreis tätig. Ich bin seit zwei Wahlperioden Mitglied des Brühler Stadtrates.

Warum sollte ein Jugendlicher gerade Ihre Partei wählen?

Wenn nicht zentrale grüne Programmpunkte durchgesetzt werden, wie zum Beispiel in der Klimaschutzpolitik, der Friedenspolitik, der "Weltinnenpolitik", werden die heutigen Jugendlichen im Jahre 2050 als 70-jährige keine lebenswerte Umwelt mehr vorfinden. Auch hier in Brühl lässt sich eine tatsächlich nachhaltige Kommunalpolitik umsetzen. Stichworte sind Energiesparen, Bus und Bahn zu einem attraktiven Angebot ausbauen, Radfahren und Laufen fördern, Biotope schützen, Partnerschaften auch mit armen Ländern pflegen, um nur einiges zu nennen. Grüne setzen sich aber auch konkret für die von Jugendlichen formulierten Interessen ein. Auch Grüne wollen einen öffentlichen Nahverkehr, mit dem Jugendliche tatsächlich zu den Zeiten mobil sein können, zu denen sie das wollen. Auch Grüne wolle dezentrale Jugendarbeit und erreichbare gut gemachte Jugendzentren. Um nur zwei Beispiele zu nennen.

Warum Sie als Bürgermeister?

Ich bin intelligent, halbwegs fit, offen für Neues, kreativ, optimistisch, männlich, musikalisch. Als Bürgermeister in Brühl setze ich mich für eine effiziente Verwaltung, ein gutes Arbeitsklima, weitgehende Bürgerbeteiligung, qualifizierte Ganztagesbetreuung in Krabbelgruppen, Kindertagesstätten und Schulen ein. Besonders am Herzen liegt mir, dass wir eine gesunde Umgebung für die Kinder und Jugendlichen bieten. Hierzu gehört auch, dass sie sich ausreichend bewegen und so ernähren, dass sie nicht schon mit zwanzig oder dreißig schwere Herz-Kreislaufprobleme und Diabetes entwickeln.

Werden Sie den Jugendgemeinderat bei der Realisierung von Veranstaltungen im Tanzsportzentrum für die Brühler Jugend unterstützen?

Ja.

Was werden Sie für die Brühler Jugend verändern?

Das sollten die Jugendlichen selbst formulieren. Wir Grüne schlagen vor, dem Jugendgemeinderat in allen Fachausschüssen des Rates einen Sitz für eine sachkundige Einwohnerin oder einen sachkundigen Einwohner zu geben. Diese dürfen zwar nicht mit abstimmen, können aber die Anliegen des Jugendgemeinderates, der von über 70 Prozent der Wahlberechtigten gewählt wurde, direkt in die Ausschüsse einbringen.