Gaskraftwerk in Hürth-Knapsack

Es ist zu begrüßen, dass es wohl langsam dazu kommt, das Gaskraftwerk im Knapsacker Chemiepark zu genehmigen.

Wenn Herr Schüddemagge vom Managent des Chemieparks das Gaskraftwerk errichtet sehen will, hat er vor allem wirtschaftliche Gründe. Die stehen in diesem Fall überhaupt nicht im Gegensatz zu ökologischen Ansprüchen. Das Gaskraftwerk hat einen deutlich höheren Wirkungsgrad als vergleichbare Braunkohlekraftwerke. Das heißt, um die gleiche Menge Strom oder Prozessdampf zu erzeugen, wird weniger Primärenergie benötigt (das macht es billiger) und es wird weniger Kohlendioxid freigesetzt (das macht es umweltfreundlicher).

Bleibt nur zu hoffen, dass die alten Braunkohlenseilschaften der Erftkreis-SPD-CDU-FDP nicht wieder einmal aus äußerst kurzsichtigen Gründen und mit Methoden, die arg an den aktuell ja bekannteren Abfallsektor erinnern, über die Dusseldorfer Staatskanzlei die Anlage kippen.

In der Perspektive hätte der Chemiepark noch weitere Vorteile, wenn er ganz auf das Gaskraftwerk setzt. Das neue Güterbahn-Terminal würde dann auch über die Nord-Süd-Kohlenbahn angebunden werden können. Damit bräuchte die eingleisige Strecke über Alt-Hürth nicht über Gebühr belastet zu werden. Dies ist im übrigen auch Voraussetzung für die von der CDU gewünschte Verlängerung der Linie 19 ins Hürther Einkaufzentrum, die ebenfalls über diesen eingleisigen Streckenabschnitt geführt werden muss.