Auch wenn die Forderung der IHK nach einer Rheinquerung in Wesseling von den meisten Parteien geteilt wird, ist noch nichts beschlossen, geplant, geschweige denn gebaut.

Die zusätzlich Lärmbelastung nicht nur in Wesseling, sondern nach den A 1 Lückenschlüssen in der Eifel auch in Erftstadt und Brühl, ist noch nicht untersucht und bewertet, der Umgang mit dem Natur- und Landschaftsschutz auf der rechten Rheinseite noch nicht geklärt.

Verkehrsminister Wüst nimmt den Mund ziemlich voll, wenn er von einer Realisierung bis 2030 redet. Das ist reine Schaumschlägerei um den staugeplagten Pendlern vorzugaukeln, ihre Probleme zu lösen.

Zunächst sollten doch mittelfristig die Maßnahmen umgesetzt werden, die unstrittig und wirksam sind. Die Ortsumfahrung Meschenich mit Einschleusen der B 51 n auf die Brühler Landstraße, der Ausbau der Anschlussstellen Brühl-Nord und Köln-Godorf zu vollwertigen Autobahnkreuzen, die Steigerung der Leistungsfähigkeit des Autobahnkreuzes Köln-Süd und der achtstreifige Ausbau der A 4 zwischen Köln-West und Köln-Heumar - mit der weiteren Perspektive eines weiteren Brückenteils an der Rodenkirchener Brücke - sind vorrangige Straßenbaumaßnahmen, die unmittelbar die Stauanfälligkeit reduzieren würden.

Die großräumigen Verkehrszählungen und -Simulationen unterschiedlicher Maßnahmen sind noch nicht bearbeitet.

 

Selbstredend müssen in der Region vor allem auch die Schienenverbindungen in Ordnung gebracht werden. Eine weitere Rheinquerung ohne Schienenverbindung ist sowohl in verkehrlicher als auch in ökologischer Hinsicht völlig indiskutabel.