Raserei auf Schleichwegen verhindern

Am 13. August 2009 erhielt Bürgermeister Michael Kreuzberg folgendes Schreiben zur Verkehrssituation im Verlauf der Straßen  Auf dem Gallberg - Robertsstraße - Steingasse - Geildorfer Straße - Dreichtenweg

 

 Sehr geehrter Herr Bürgermeister

 

 die Verkehrssituation im Verlauf der Straßen Auf dem Gallberg - Robertsstraße - Steingasse - Geildorfer Straße - Dreichtenweg verschlechtert sich zunehmend.

 

Es herrscht zunehmender und zunehmend unverträglicher, weil immer schnellerer, Durchgangsverkehr über diesen Straßenzug. Dabei ist zu erwarten, dass dieses mit der Eröffnung des Discounters auf der Ecke Steingasse - Alte Bonnstraße noch schlimmer wird.

 

Geschwindigkeiten von 70 km/h sind augenscheinlich nicht selten. Auf dem Dreichtenweg werde ich beispielsweise mit doppelter Geschwindigkeit von Pkw-Fahrern überholt, obwohl ich auf dem Rad schon an die 30 km/h fahre.

 

Anlässlich der Planänderungen zugunsten des o.g. Discounters war Teil der Beschlussfassung des Rates, feste Einbauten in der Steingasse zur Verlangsamung der Geschwindigkeit vorzunehmen. Hiervon ist Amtsleiter Caspers zwischenzeitlich mit dem Hinweis auf vereinnahmte Landesmittel für den Ausbau der Steingasse wieder abgerückt, was bedeutet, dass nach seiner Auffassung die Raserei hingenommen werden muss - in einer Tempo 30 - Zone.

 

Ich habe weitere Hinweise aus der Bevölkerung, die von einem immer weniger tolerierbaren Bild über die Gefährdungslage in der Straße berichten. Nur aus einer Mail der folgende Auszug:

 

„Ich möchte Sie bitten, sich im Verkehrsausschuss der Situation in der Geildorfer Straße anzunehmen. Es fährt zwar in letzter Zeit hin und wieder mal ein Wagen des Ordnungsamtes die Straße zum Kreisel, aber es sind jetzt Ferien.

 

Ich hatte Ihnen mitgeteilt, dass sich die Straße zu einer Rennbahn entwickelt hat, besonders seit jetzt nun auch noch das Neubaugebiet Geildorfer Feld und jetzt auch die Neubauentwicklung auf der Geildorfer Straße hinzukommt. Vergessen darf man nicht, dass in nächster Zeit Lidl aufmacht und der Verkehr dann noch erheblich zunehmen wird. Es kann doch nicht sein, dass erst etwas Schwerwiegendes passieren muss, bis hier mal reagiert wird. Die Straße ist so uneinsichtig, dass dieses schnelle Fahren mehr als riskant ist. Tagtäglich gibt es hier solche Situationen. Auch der Schulbus und auch die LKW rasen hier ziemlich die Straße herunter.

 

In ... Badorf ist es (hinsichtlich der Busanbindung, jbd) schlimmer, wie in der Eifel. Ab Samstagnachmittag ist man gezwungen, zu Fuß zu gehen oder mit dem Auto zu fahren, wenn man eins besitzt. Es ist wirklich sehr vorsintflutlich, was hier im öffentlichen Verkehr angeboten wird. Auch reicht es nicht aus, dass der Bus in der Woche nur stündlich fährt, hier wäre, wie vorgeschlagen, zumindest ein halbstündiger Rhythmus angebracht. ..."

 

Soweit eine Anliegerin der Straße.

 

Ich frage Sie also - Herr Bürgermeister - wie wollen Sie die Raserei und Schleichwegfahrerei in den genannten Straßen unterbinden und wie wollen Sie für eine angemessene Busanbindung sorgen?

 

Was halten Sie von folgenden Vorschlägen:

 

1. Einbau eines - ruhig provisorischen - Kreisverkehres in die Kreuzung Auf den Steinen - Steingasse - Wingertsberg?

 

2. Einbau eines Minikreisels in die Kreuzung Steingasse - Eckdorfer Straße?

 

3. Einbau von - ruhig provisorischen - Aufflasterungen auf den bisher lediglich aufgemalten Parktaschen in der Steingasse zwischen Eckdorfer und Alte Bonnstraße?

 

4. Anbringen eines Anlieger frei - Schildes vor der Einfahrt in die Geildorfer Straße aus Richtung Alte Bonnstraße?

 

5. Einrichten eines Linksabbiegebotes aus der Geildorfer Straße in Am Michelshof (Ausnahme Anlieger frei) und eines Rechtsabbiegegebotes aus Am Michelshof in die Geildorfer Straße?

 

6. Einrichten einer mit einem Klapppoller versehenen Durchfahrtssperre zwischen Geildorfer Straße und Dreichtenweg? Entsprechend ist die Geildorfer Straße ab Am Michelshof als Sackgasse auszuweisen.

 

7. Einführung des Halbstundentakts auf den Stadtbuslinien werktags. Sonntägliche Bedienung der Stadtbuslinien mit Linientaxis mit je zwei Fahrten vormittags, nachmittags und abends?

 

Ich sehe der Beantwortung der Fragen mit Interesse entgegen und würde mich über eine Beantwortung noch in diesem Monat freuen.

Mit freundlichen Grüßen

 

Johannes Bortlisz-Dickhoff 

Mitglied des Rates der Stadt Brühl

Mitglied des Kreistags des Rhein-Erft-Kreis