Sichere Fuß- und Radwege für den Brühler Süden!

Seit dem Bau der Gesamtschule gibt es keine sichere Lösung für das Problem, dass Schülerinnen und Schüler zu Fuß und mit dem Fahrrad die Otto-Wels-Straße (Kreisstraße 7) vor der Einfahrt zum P&R-Platz überqueren. Auch die „Legosteine" lösen das Problem nicht, im Gegenteil, sie werden ignoriert und schaffen durch links daran vorbei fahrende Pkw, die auf den P&R-Platz fahren oder von ihm kommen, zusätzliche Gefährdungen.

Warum sollen die Räder nicht über die Fußwege oder zusammen mit dem Fußverkehr geführt werden?

Der GRÜNE Antrag für den Kreisverkehrs-ausschuss im Wortlaut:

Die GRÜNE Fraktion begrüßt, dass die Empfehlungen für die Gestaltung von Radverkehrsanlagen auch praktisch umgesetzt werden. Sie hält die Unterscheidung zwischen Innerortslagen und Außerortslagen für sinnvoll, um zu klaren Gestaltungsgrundsätzen zu kommen, die auch für die Verkehrsteilnehmenden selbsterklärend sind.

 

Für die Gestaltung der Radwegeführung ist dieses erheblich, weil in Außerortslagen der Radverkehr grundsätzlich separat im Zweirichtungsverkehr auf einem kombinierten Rad-/Fußweg geführt wird, innerorts aber in aller Regel auf Schutzstreifen auf der Fahrbahn geführt werden soll.

Die Führung auf Fußwegen mit dem Zusatzschild Fahrrad frei oder auf kombinierten oder separierten Fuß-/Radwegen soll laut Empfehlungen gerade nicht der Regelfall sein, weil hier in den Ein- und Ausfahrten und Kreuzungsbereichen Konfliktpunkte zwischen Auto- und Radfahrenden vorprogrammiert sind, wie zwischen Radfahrenden und Fußgängerinnen und Fußgängern.

 

Für die Radwegeführung an Kreisverkehren ergibt sich damit für die Außerortslage als einzig klare Regelung die Unterordnung des Radverkehrs durch

 

Diese Klarheit umzusetzen, dürfte dann schwierig werden, wenn nicht konsequent innerorts beidseitig auf den Tempo-50-Straßen Schutzstreifen angelegt und diese auch konsequent in den Kreisverkehr hinein geführt werden, bzw. an den sonstigen Kreuzungen sichere Abbiegesituationen mit Schutzstreifen auf den Abbiegespuren, Aufstellflächen vor den Ampeln und vorlaufendes Grün für den Radverkehr hergerichtet werden.

 

Damit ist für die Herstellung sicherer Radwegeführungen die richtige Unterscheidung zwischen Außerorts- und Innerortslagen entscheidend. Weniger entscheidend sind dabei die Ortseingangs- und Ortsausgangsschilder. Entscheidend ist, dass bei einer Straße immer dann vom Innerortscharakter ausgegangen werden muss, wenn sie bebaut ist, wenn an ihr Schulen oder Freizeiteinrichtungen liegen, oder wenn mit querenden Fußgängerinnen oder Fußgängern auf der Fahrbahn gerechnet werden muss.

 

Daher beantragt die Fraktion:

Abschnitte auf Landes- und Kreisstraßen in Brühl fest:

- Otto-Wels-Straße von Alter Bonnstraße bis Bonnstraße

- Bonnstraße von Dreichtenweg bis Zufahrt Parkplatz Schul
und Sportzentrum Brühl-Süd

- Alte Bonnstraße von Eckdorfer Mühlenweg / Am Horns-
garten bis Otto-Wels-Straße.

 

Die Kreisverwaltung verfolgt in eigener Zuständigkeit als Baulastträger und im Behördenabstimmungsverfahren mit der Stadt Brühl sowie dem Landesbetrieb Straßen NRW folgende Zielsetzung:

 

Im Zuge der jetzt aktuell anstehenden Umbaumaßnahmen der Kreuzung Alte Bonnstraße / Otto-Wels-Straße zu einem Kreisverkehrsplatz zur Erschließung des neuen Wohngebiets zwischen Alte Bonnstraße, Otto-Wels-Straße und Stadtbahntrasse werden die oben genannten Straßen beidseitig mit Schutzstreifen ausgestattet. Die straßenbegleitenden Wege werden reine Fußwege.

Die Kreisverkehrsplätze

- Bonnstraße / Otto-Wels-Straße

- Alte Bonnstraße / Otto-Wels-Straße

- Alte Bonnstraße / Steingasse / Geildorfer Straße

werden so ummarkiert, dass der Radverkehr in den Kreisverkehr geführt wird.

 

Der straßenbegleitende Zweirichtungsverkehr auf dem kombinierten Rad-/Fußweg aus Richtung Schwadorf auf der Alten Bonnstraße wird in der Kreuzung Alte Bonnstraße / Eckdorfer Mühlenweg / Am Hornsgarten an die Schutzstreifenmarkierung angebunden. Hier erlaubt der breite Straßenquerschnitt aller drei Straßen eine sichere und markierte Querungshilfe mit Mittelinsel und eine übersichtlichere Führung des Radwegs.

„Vorfahrt-gewähren"-Schilder. Innerorts hingegen müssten die Schutzstreifen klar in den Kreisverkehr geführt werden.Die Radfahrenden nutzen also die Kreisfahrbahn gleichberechtigt mit. Sie dürfen in der Ein- und Ausfahrt sowie in der Kreisfahrbahn selbst nicht überholt werden.„Der Kreisverkehrsausschuss stellt den inzwischen innerörtlichen Charakter folgender "

 

Ebenfalls unbefriedigend ist die Situation für den Radverkehr im Kreisverkehr Bonnstraße / Otto-Wels Straße an der Freizeitwiese. Hier gab es Gefährdungen für den querenden Radverkehr, weil Autofahrende bei der Einfahrt in den Kreisverkehr die von rechts kommenden "Geisterradler" übersehen. Kreis und Stadt haben hier beschlossen, den Radverkehr in der Querung der Zu- und Ausfahrten des Kreisverkehrs unterzuordnen. Dies ist aus Gründen der Sicherheit bei Kreisverkehren in Außerortslagen wie dem am Eisenwerk Stand der Expertendiskussion.

Schon vor längerer Zeit wurde beschlossen, auch die Kreuzung Alte Bonnstraße / Otto-Wels-Straße in einen Kreisverkehr umzubauen. Dieser Umbau wird bald erfolgen und steht im Zusammenhang mit der Bebauung des Geländes zwischen Stadtbahn, Otto-Wels-Straße und Alte Bonnstraße.

 

Daher müssen jetzt Lösungen entwickelt werden, die den aktuellen Anforderungen gerecht werden.

 

Die GRÜNEN Fraktionen im Kreistag des Rhein-Erft-Kreis und im Rat der Stadt Brühl sind der Auffassung, dass die Otto-Wels-Straße zwischen Alte Bonnstraße und Bonnstraße inzwischen als Innerortsstraße einzuordnen ist.

 

Aufgrund des Schulzentrums mit Gesamtschule und Berufskolleg, aufgrund der Freizeitwiese und aufgrund der zunehmenden Wohnbebauung im Brühler Süden mit erheblichen Fußverkehren zur Haltestelle Badorf der Stadtbahnlinie 18 kann die Kreisstraße nicht länger als Außerortsstraße gelten.

 

Auch die Alte Bonnstraße verliert durch die zunehmende Bebauung zwischen Eckdorfer Mühlenweg / Am Hornsgarten und Otto-Wels-Straße den Außerortscharakter. Um die Situation insgesamt zu sichern, muss auch die Bonnstraße zwischen Ortsausgang Schwadorf und Beginn der Bebauung am Ende der Freizeitwiese als Innerortsstraße gelten.

 

Die GRÜNEN setzen sich dafür ein, auf den genannten Straßenabschnitten von Otto-Wels-Straße, Bonnstraße und Alte Bonnstraße beidseitig Schutzstreifen für den Radverkehr einzurichten.

 

Der Zweirichtungsradweg aus Richtung Walberberg ist auf der Alte Bonnstraße in der Kreuzung mit dem Eckdorfer Mühlenweg / Am Hornsgarten mit einer Querungshilfe zugunsten der Führung auf den Schutzstreifen aufzulösen.

 

Der Radverkehr ist dann konsequenterweise in der Innerortslage in der Kreisverkehrsfahrbahn zu führen, wie zum Beispiel am Kreisverkehr Alte Bonnstraße / Berliner Ring. Dies gilt für den Kreisverkehr Alte Bonnstraße / Steingasse, den neuen Kreisverkehr Alte Bonnstraße / Otto-Wels-Straße und den Kreisverkehr Bonnstraße / Otto-Wels-Straße.

 

Zusätzlich muss ein Zebrastreifen auf der Otto-Wels-Straße in Höhe der Einfahrt zum P&R-Platz angelegt werden.

 

Hier sind sich die Unfallexperten einig: Der Radverkehr wird umso sicherer geführt, je besser er wahrgenommen wird. Dies ist auf dem Schutzstreifen - und konsequenterweise dann auch durch die Führung innerhalb der Ringfahrbahn an Kreisverkehren - eher gegeben, als durch die Führung außerhalb der Ringfahrbahn und Kreuzung der Zu- und Ausfahrten aus beiden Richtungen. Gerade in der Einmündung von Kreisverkehren achten Autofahrende nicht auf die gegen die Fahrtrichtung von rechts kommenden "Geisterradler". Genauso schlecht werden die Geisterradler auf Zweirichtungswegen durch Linksabbieger wahrgenommen.